MUSCHELKALK ALTE REBEN 2023 WEISSER BURGUNDER

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LAGE & BODEN

Die Lage befindet sich im Nordwesten von Neckenmarkt auf einem Hochplateau über 350 Meter Meeresniveau und ist durch einen Fichtenwald umkreist. Der Boden ist einzigartig für das Gebiet. Ablagerungen des tertiären Urmeeres, Muschelkalk, sammelt sich beinahe flächendeckend über den Weingarten, dem eine dünne Humusschicht folgt. Ab 50 Zentimeter lockern sandige Elemente die Struktur, bis auf 1 Meter, wo Grobanteile bis Kalkfelsen die restliche Bodenbeschaffenheit bestimmen. Der umgebende Wald erzeugt ein kühles Kleinklima, das nächtlich in Wechselbeziehung zu den tagsüber erwärmten Kalksteinen steht. Durch diese außergewöhnlichen Bedingungen werden Weine geschaffen, die sich strukturiert, vom Aroma mehr subtil als fruchtig zeigen und mit einem sehr großen Lagerpotential versehen sind.

WEINGARTEN & REBEN

Der Weisse Burgunder wurde um 1960 gemeinsam mit einer roten Sorte ausgepflanzt. Es stehen gerade einmal so viele weiße Rebstöcke, um von ihnen ungefähr 500 lt. pro Jahr zu ernten. 2014 waren es nur bescheidene 300lt. Aufgrund der Bodenstruktur wird auf maschinelle Bearbeitung verzichtet, die alten Reben werden kurz geschnitten und während des Sommers nur sehr leicht und behutsam entblättert. Durch die gezielte Aussaat verschiedenster Kräuter im Weingarten steht der Rebstock in Symbiose mit den Beikräutern, die sich dadurch nicht konkurrieren.

VINIFIKATION

Die Ernte erfolgte Mitte September in frühen Morgenstunden, um die Beeren im frischen, gesunden Zustand zu pflücken. Eine erfahrene Lesemannschaft erntete die Trauben per Hand in 15 Kilo Kisten, die wenig später im Weingut verarbeitet wurden. Über eine Nacht hindurch wurde die Maische extrahiert, um am darauffolgenden Morgen, bei kühlen Temperaturen schonend gepresst zu werden – auf Behandlungsmittel jeglicher Art wurde verzichtet. Der gewonnene Most lief von der Presse aus durch Ausnützung der Gravitation eine Etage tiefer in ein 500lt. Holzfass. Der Wein gärte spontan über 12 Wochen; danach wurde durch Bâtonnage ein reduktives Milieu gewonnen, um eine Oxidation zu vermieden. Im Frühjahr führte der Wein durch eigene Flora den biologischen Säureabbau durch. Die erreichte Stabilität genügte um ihn bis zur Füllung unbehandelt, ungeschönt und ungefiltert im Fass reifen zu lassen. 1 Tag vor der Füllung wurde der Weisse Burgunder vom Fass gezogen, mit einer geringen Schwefel Dosage versetzt und am darauffolgenden Tag Mitte Januar 2025 ungefiltert abgefüllt.

Wein der geworden und nicht gemacht.

SITE & SOIL

The site lies in the north-west of Neckenmarkt, on a high plateau above 350 metres, encircled by a spruce forest. The soil is unique for the region: deposits of the Tertiary primordial sea, fossil limestone, cover almost the entire vineyard, followed by a thin layer of humus. From 50 centimetres down, sandy elements loosen the structure, until at one metre coarse material and limestone rock define the rest of the profile. The surrounding forest creates a cool microclimate that interacts at night with the limestone warmed during the day. These extraordinary conditions produce wines that are structured, more subtle than fruity in their aromas, and blessed with very great ageing potential.

VINEYARD & VINES

The Weisser Burgunder (Pinot Blanc) was planted around 1960 together with a red variety. There are just enough white vines to harvest roughly 500 litres a year; in 2014 it was a modest 300 litres. Because of the soil structure no machines are used: the old vines are pruned short and only very lightly and carefully defoliated during summer. Thanks to the deliberate sowing of various herbs in the vineyard, the vines live in symbiosis with the cover plants instead of competing with them.

VINIFICATION

The harvest took place in mid-September in the early morning hours, to pick the berries fresh and healthy. An experienced team picked the grapes by hand into 15 kilo boxes, which were processed at the winery shortly afterwards. The mash was left to extract overnight and gently pressed the next morning at cool temperatures, without treatments of any kind. From the press the must flowed by gravity one floor down into a 500 litre wooden barrel. The wine fermented spontaneously over 12 weeks; afterwards, bâtonnage created a reductive environment to prevent oxidation. In spring the wine went through malolactic fermentation with its own flora. The stability it achieved was enough to let it age in the barrel untreated, unfined and unfiltered until bottling. One day before filling, the Weisser Burgunder was racked from the barrel, given a small dose of sulphur, and bottled unfiltered the following day in mid-January 2025.

Wine that has become, not been made.