GÜTER RIED BODIGRABEN 2021 BLAUFRÄNKISCH

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LAGE & BODEN

Der Bodigraben ist eine der ältesten Rieden im Neckenmarkter Weingebirge. Obwohl der Hang im früheren Volksmund wegen seiner steilen Exposition und seiner steinig kargen Bodenbeschaffenheit schlicht „Arme-Leut-Berg“ genannt wurde, ist er heute eine der wertvollsten Lagen in Neckenmarkt. Orthogneis bestimmt den Unterboden und ist ebenso an der Oberfläche zu finden, wo das Gestein als reflektierender Wärmespeicher ein warmes Mikroklima erzeugt. Die Lage ist sozusagen ein Graben, der in Nord- und Südhang aufgeteilt ist, wobei der letztgenannte für Reife und Kraft sorgt, der Nordhang für Ausgeglichenheit und Eleganz.

WEINGARTEN & REBEN

Ausgepflanzt wurde der Weingarten Mitte der 60er Jahre, mit einer alten Klonselektion und selbst veredelten Reben. Anders als jüngere  Klonselektionen sind die Beeren der alten Rebstöcke größer, gleichfalls die Trauben. Jedoch sind die Beeren sehr dickschalig, robust, mit geringerem Wassergehalt und führen somit zu höheren Extraktwerten im Wein. Durch die ganzjährige Begrünung wurzeln die Reben tief in den Boden und können dadurch Stresssituationen besser ausgleichen.

VINIFIKATION

Eine nicht zu späte Ernte Ende September war wichtig, um eine für den Blaufränkisch essentielle Frische zu erhalten. Der Einfluss des Orthogneis auf das Kleinklima ist nicht zu unterschätzen. Die Trauben wurden per Hand in 15kg Kisten gelesen, schonend im Weingut nachselektiert, gerebelt und als ganze Beeren in offene Bottiche transportiert, wobei ein Teil (20%) als ganze Trauben hinzugefügt wurden. Die Gärung setzte am darauffolgenden Tag spontan ein. Ein paar Mal täglich wird der Maischekuchen mit gärendem Most benetzt bzw. im Verlauf der Gärung händisch untergestoßen. Nach 30 Tagen Mazerationszeit folgte die Pressung und die Füllung in große Holzfässer (600lt. & 1350lt.) per Ausnutzung der Gravitation. Während der gesamten Weinwerdung wurde auf sämtliche Behandlungsmittel verzichtet, Schwefel miteingeschlossen. Erst kurz vor der unfiltrierten Flaschenfüllung wurde eine geringe Dosis
verabreicht.

Wein der geworden und nicht gemacht.

SITE & SOIL

The Bodigraben is one of the oldest single vineyards in the Neckenmarkt hills. Although the slope used to be called simply the "poor people's hill" because of its steep exposure and its stony, meagre soil, today it is one of the most valuable sites in Neckenmarkt. Orthogneiss dominates the subsoil and also appears on the surface, where the rock acts as a reflective heat store and creates a warm microclimate. The site is essentially a ravine divided into a north and a south slope: the south brings ripeness and power, the north balance and elegance.

VINEYARD & VINES

The vineyard was planted in the mid-1960s with an old clone selection and vines grafted by hand. Unlike younger clone selections, the berries of these old vines are larger, as are the bunches. But the berries are very thick-skinned and robust, with a lower water content, which leads to higher extract in the wine. Thanks to year-round cover crops the vines root deep into the soil and can cope better with stress.

VINIFICATION

A harvest not too late, at the end of September, was important for keeping the freshness that is essential for Blaufränkisch. The influence of the orthogneiss on the microclimate is not to be underestimated. The grapes were picked by hand into 15 kilo boxes, carefully sorted again at the winery, destemmed and moved as whole berries into open vats, with a share of 20% added as whole bunches. Fermentation started spontaneously the next day. A few times a day the cap is wetted with fermenting must or, as fermentation progresses, punched down by hand. After 30 days of maceration the wine was pressed and filled into large wooden barrels (600 and 1,350 litres) by gravity. Throughout the entire winemaking no treatments were used, sulphur included. Only shortly before the unfiltered bottling was a small dose added.

Wine that has become, not been made.